Kurt Masur – Ein Leben bewegt durch die Kraft der Musik – Sonderausstellung im Historisch-Technischen Museum Peenemünde

Historisch-Technisches Museum Peenemünde
Historisch-Technisches Museum Peenemünde

Denkt man an Kurt Masur, denkt man zwangsläufig an das Gewandhausorchester Leipzig, in dem er über dreißig Jahre lang wirkte. Mit seiner Arbeit beim New York Philharmonic Orchestra, beim London Philharmonic Orchestra und beim Orchestre National de France, der Crème de la Crème der internationalen Orchester, erarbeitete er sich auch außerhalb Deutschlands seinen legendären Ruf als Dirigent. Dank der Vision von Dr. Werner Molik vom Strandhotel Heringsdorf, welcher auf der Insel Usedom ein Musikfestival etablieren wollten, bekam Kurt Masur eine enge Bindung zu dieser Insel, welche sich in der Entwicklung des Usedomer Musikfestivals bemerkbar machte. Nicht nur dass er der erste Schirmherr dieses Festivals wurde, das bald das zwanzigjährige Jubiläum begehen wird. Mit seinen weltweiten Kontakten konnte er seitdem zahlreichen talentierten Nachwuchsmusikern die Gelegenheit bieten, im Rahmen der Konzerte aufzutreten. Aber auch die Schülerinnen und Schüler der Musikschulen von Wolgast und Swinemünde profitieren durch das Usedomer Musikfestival.

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Durch das Usedomer Musikfestival und die Nord Stream AG wurde im Jahr 2008 das Baltic Youth Philhamornic gegründet, dessen Ensemble sich aus Musikerinnen und Musiker aus dem gesamten Ostseeraum zusammensetzt. Neben Deutschland, Polen und Russland, sind es auch die baltischen und skandinavischen Länder, aus denen das etwa hundert Mitglieder umfassende und zudem recht junge Ensemble des Orchesters zusammensetzt, dass dieses Jahr die Ehre hatte mit ihm das Eröffnungskonzert des Festivals zu spielen. Seinen Einsatz für das Usedomer Musikfestival und die Förderung der Nachwuchsmusiker würdigt nun das Historisch-Technische Museum in Peenemünde mit einer Sonderausstellung über ihn und sein Leben. Das ehemalige Kraftwerk der Heeresversuchsanstalt Peenemünde bietet mit seiner Turbinenhalle seit 2002 den Platz für die Peenemünder Konzerte, nun auch die Räumlichkeiten für die zuvor in Leipzig präsentierte Ausstellung.

Diese beinhaltet nach Angaben des Museums zahlreiche Exponate aus dem Privatarchiv Masurs, unter anderem persönliche Fotos und Briefe. Auch im nächsten Jahr wird Kurt Masur wieder ein Konzert im Kraftwerk von Peenemünde dirigieren, einem Ort, der in den Jahren von 1936 und 1945 für den technischen Fortschritt stand, dafür aber auch den Krieg, nun aber als ein Ort für die Kultur und Völkerverständigung genutzt wird. Bis dahin wird noch viel Zeit vergehen, man sollte sich nur rechtzeitig um die Tickets kümmern. Als Alternative kann man zumindest bis zum 28. Februar 2013 einen Teil des diesjährigen Eröffnungskonzertes im Rahmen der Sonderausstellung Kurt Masur – Ein Leben bewegt durch die Kraft der Musik sehen.

Termin
noch bis 28. Februar 2013
Dienstag bis Sonntag
10:00 – 16:00 Uhr
Kraftwerk Peenemünde