Hafenfestspiele Usedom – Nochmal ein Ding drehn

Nach In Sachen Adam und Eva, Ein Irrer Duft von frischem Heu und Keine Leute, Keine Leute, welches übrigens in diesem Jahr auf der Bühne im Greifswalder Museumshafen zu sehen sein wird, steht mit Nochmal ein Ding drehn das vierte Stück von Rudi Strahl auf dem Spielplan der Hafenfestspiele Usedom. Hier im touristisch eher beschaulichen Städtchen Usedom, steht im kleinen Hafen mit Blick auf den Usedomer See, die Freilichtbühne der Vorpommerschen Landesbühne Anklam, mit deren sommerlichen Bespielung der Fokus der ansonsten auf die Strände der Ostsee fixierten Touristen auf das am Achterwasser befindliche Hinterland der Insel Usedom gelenkt wird. Aber auch die einheimische Bevölkerung haben die seit dem Jahre 2008 bestehenden Hafenfestspiele für sich gewinnen können. Die komödiantischen Bühnenstücke des ostdeutschen Dramaturgen Rudi Strahl bieten zum einen kurzweilige Unterhaltung, zum anderen mit der vermittelten Ostalgie einen Blick auf die sogenannte gute alte Zeit.

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Und in der guten alten Zeit existierte ein kleines Städtchen namens Liebenstedt in dem der Abschnittsbevollmächtigte Dirk Dengler (Ronald Jopt) seiner Arbeit nachgeht, die für aber eigentlich keine sinnvolle Tätigkeit darstellt, denn in seinem Ort herrscht die niedrigste Kriminalitätsrate aller Städte der DDR, dementsprechend passiert rein gar nichts. Um ihm etwas Arbeit zu verschaffen, beschließt sein guter Freund Pinkas (Torsten Schemmel), sein Rentnerdasein als Gauner zu unterbrechen und mit seinen einstigen Kumpanen Muschko (Alexander Pluquet) und Brechstange (Christopher Purbst) das große Denkmal zu stehlen, welches auf dem Marktplatz der Stadt steht. Nicht nur dass Dirk Dengler somit einen Fall und damit eine Herzensaufgabe bekommt, durch seinen Coup versucht Pinkas auch Helene Rößlein (Juliane Botsch), ihres Zeichens Richterin im Ruhestand, für sich zu gewinnen. Neben dem der Abschnittsbevollmächtigten Dirk Dengler sind den wieder aktiven Gaunern Hauptmann Klawitter (Benedikt Thönes) und Wachtmeister Zeisig (Johann Christof Laubisch) auf den Fersen, die natürlich auch nach der dreist Diebesbande suchen.

Vorstellungen
28. Juni bis 17. August 2013
jeweils von 19:30 bis 22:30 Uhr